Breitbandausbau

Weiterer Breitbandausbau im Stadtgebiet durch

Landkreis-Eigenbetrieb „Digitale Infrastruktur“

 

Die Stadt Furth im Wald hat am 1. Bay. Förderprogramm im Jahre 2009 und am 2. Bay. Förderprogramm (ab 2012) unter Ausschöpfung aller Förderungen und durch Einsatz eigener Mittel i. H. von etwa 200.000 € teilgenommen. Von den ca. 4.500 Haushalten im Stadtgebiet können nunmehr an die 2.500 mit einer Mindestbandbreite von 30 Mbit/s im Downstream versorgt werden. Dieser noch unbefriedigende Zustand soll durch eine 3. Breitbandausbaustufe beseitigt werden.

 

Der nunmehr geplante Breitbandausbau im Lkr. Cham wird finanziert durch Förderungen nach der

  • Förderrichtlinie zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland vom 22.10.2015, 1. Novelle vom 03.07.2018, überarbeitet am 15.11.2018
  • Richtlinie über die Kofinanzierung der Breibandförderung durch den Bund im Freistaat Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat vom 21.04.2016
  • und durch den jeweiligen Eigenanteil der Kommune.

 

Ziel des nun laufenden Breitbandausbauverfahrens ist es, dass noch vollständiger Umsetzung alle Haushalte, Geschäfte und Betriebe in den teilnehmenden 37 Kommunen im Lkr. Cham mit einem schnellen Internetzugang von mindestens 30 Mbit/s im Downstream versorgt sind. In den neu zu erschließenden Gebieten muss eine Mindestübertragung von 50 Mbit/s gewährleistet werden.

 

Um das zu erreichen hatte im Jahre 2015 auf Initiative von Herrn Landrat Franz Löffler die Wirtschaftsabteilung im LRA Cham unter Leitung von Herrn Klaus Schedlbauer zentral für die beteiligten Gemeinden die Datenerhebung, Planung und Durchführung der in den Förderrichtlinien erforderlichen Verfahrensschritte übernommen und eine Vereinbarung über die interkommunale Zusammenarbeit zum Breitbandausbau im Landkreis Cham erstellt.

 

Der Stadtrat beschloss am 21.01.2016 an diesem Breitband-Ausbauprogramm teilzunehmen und stimmte am 27.04.2016 der vorgelegten Vereinbarung mit dem Landkreis zu. In den städtischen Haushalten 2018 und 2019 wurden hierfür die erforderlichen eigenen Finanzmittel bereitgestellt.

Die Ende 2016 durchgeführte Ausschreibung zum landkreisweiten Breitbandausbau gewann die Fa. M-net Telekommunikations GmbH aus München (M-net), der Spatenstich erfolgte am 29.05.2017 in Arnschwang. Es zeigte sich aber in der Folgezeit, dass M-net die Umsetzung nicht wie geplant durchführen kann, was letztlich zu einer Beendigung des Vertragsverhältnisses und zu einem Zeitverlust von mehreren Jahren führte.

Als Folge beschloss der Kreistag den weiteren Breitbandausbau durch einen neu zu errichtenden Eigenbetrieb „Digitale Infrastruktur“ zu gewährleisten. Bei diesem Betreibermodell baut der Landkreis die passive Infrastruktur und verpachtet sie an ein Telekommunikationsunternehmen. Der Eigenbetrieb „Digitale Infrastruktur“ hat zwischenzeitlich unter Leitung von Herrn Klaus Schedlbauer die Arbeit ausgenommen und den Kommunen eine vom Kreistag beschlossene interkommunale Vereinbarung über die Zusammenarbeit vorgelegt die vom Stadtrat in der Sitzung am 05.06.2019 angenommen wurde.

Derzeit wird die Trassenführung festgelegt und im Rahmen einer Ausschreibung ein Netzbetreiber gesucht. An den Kernfestlegungen und an der Höhe der Kosten ändert sich für die Stadt nichts.

Eine Verbesserung wird für die Anrainer entlang der neu zu verlegenden Glasfaserkabelleitungen eintreten, da auch in den bereits mit mindesten 30 MBit/S versorgten Gebieten die Anrainer mit anschließen können.

Ein Zeitfenster für die Umsetzung der Breitbandausbaumaßnahmen im Stadtgebiet lässt sich derzeit noch nicht aufzeigen.

Eckdaten für Furth:

  • 9 Kabelverteilerzentren (KVZ) im direkten Stadtgebiet werden mit Glasfaserkabel erschlossen (FTTC)
  • rund 500 Haushalte werden direkt mit Glasfaserkabel vernetzt (FTTB)
  • über 90 km Glasfaserkabel sind im Stadtgebiet und im Umland zu verlegen
  • der Eigenanteil an den Ausbaukosten beträgt 603.536 €.

Auf der Homepage des Landkreises Cham, Breitbandausbau, https://breitband-cham.de, sind in der GIS-Karte die mit Glasfaserkabel zu versorgenden Haushalte gelb markiert abgebildet. Näheres zu den Bayerischen Förderprogrammen kann unter https://schnelles-internet-in-bayern.de nachgelesen werden.